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Cinematic Encounters ist eine Webserie über Perlen der Kinogeschichte. Wenn sie ein paar Geheimtipps brauchen, oder in Erinnerung schwelgen wollen, klicken Sie einfach mal rein!

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127 Hours

Erwartungen

 

Ich kannte die Berichte über dieses True-Story Drama und wusste dementsprechend was mich erwartet, auch dass der Film nicht zimperlich sein würde konnte man über die Meldungen dass zahlreiche Zuschauer ohnmächtig wurden und Panikattacken erlitten entnehmen, aber gerade dass macht einem ja neugierig…

 

 

Die Geschichte

 

Aron ist ein draufgängerischer, Abenteuerlustiger Bergsteiger, auf einer seiner Touren hat er einen Unfall, ein Felsbrocken löst sich und fällt gemeinsam mit ihm in einen Spalt und klemmt ihn den rechten Arm ein. Zumal er niemanden gesagt hat wohin er geht kann er nicht auf Hilfe rechnen. Er versucht sich mit aller Kraft zu befreien doch es nütz nichts, der Felsen bewegt sich nicht vom Fleck und seine Wasservorräte neigen sich dem Ende zu. Es bleibt nur noch ein Ausweg…

 

Die Figuren

 

Anfangs war ich skeptisch dass ich mit diesem Typen sympathisieren könnte da seine Welt ganz und gar nicht die meine ist. Und doch schafft es James Franco mit Charm, Witz und Glaubwürdigkeit einen derart mit zu reißen dass man mit ihm mitleidet und ihn bei seiner schwersten Entscheidung beiwohnt.

 

Die Erzähl-Struktur

 

Dank der schnellen Schnitte, gekonnt eingesetzten Split-Screens und den ausgefallenen Kamera Einstellungen wird selbst die Zeit außerhalb der Felsspalte nicht fade. Doch auch dann in Gefangenschaft, die selbstverständlich mehr auf klaustrophobisch und bedrückende Stimmung setzt, vergisst der Film nicht an seine Kreativität und hält die Aufmerksamkeit des Zuschauers mit Traumszenen und anderen verwegenen Kunstgriffen bei der Stange. Respekt!

 

Aussage

 

Ganz klar der Film ist definitiv eine Huldigung an den Willen zum (Über)Leben. Man kann nicht anders als nach dem Film erschüttert über den Wert frei und am Leben zu sein nachzusinnieren.

 

Das Besondere

 

Wenn ein Film es schafft jemanden in eine Welt zu entführen die einem jetzt gar nicht mal so interessieren aber dennoch es versteht zu fesseln, zu bewegen und einem mit erhöhtem Puls und mit den Nerven am Ende und doch mit einem guten Gefühl daraus wieder entlässt dann handelt es sich ganz offenbar um große Kunst!

 

Was hätte man besser machen können

 

Mir würde nichts einfallen wie man diese Geschichte hätte besser erzählen können.

 

Meine Lieblingsstelle

 

Es gibt enorm viele Szenen die fantastisch sind, und es fällt mir schwer da jetzt ein paar raus zu picken, aber ich tus trotzdem. Ich liebe die Durst-Kamerafahrt mit anschließenden Werbespott für Limonade. Die Kamera im Strohalm, die 15 Minuten Sonne. Das Flugzeug-Dampfspuren-Netz und so weiter.

 

Fazit

 

Der Film ist eine intensive Erfahrung, erschütternd, faszinierend, bewegend und inspirierend zugleich. Selten dass es einen derart großartigen Abenteuerstreifen gibt. Neben Black Swan der Beste Film des Vorjahres!

 

Wertung

 

4 von 5 Punkte

 

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