Cinematic Encounters ist eine Webserie über Perlen der Kinogeschichte. Wenn sie ein paar Geheimtipps brauchen, oder in Erinnerung schwelgen wollen, klicken Sie einfach mal rein!
| Erwartungen | Es wird mal wieder Zeit für ein weiteres Bergman Meisterwerk!
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| Die Geschichte | Eine Schauspielerin verliert mehr oder weniger das Interesse am Leben und hört kurzerhand darauf auf zum Reden. Zumal das Krankenhaus aber keine wirkliche Krankheit bei Ihr feststellen kann nimmt sich die junge Krankenschwester Ihrer an und fährt mit ihr an einen abgeschiedenen See. Während die Schauspielerin weiter schweigt plappert die Schwester aus ihren Leben und sogar mehr als es für sie gut ist. Der Schauspielerin geht es besser und besser, der Schwester dafür schlechter und schlechter… |
| Die Figuren | Liv Ullman finde ich sehr fesch, und obwohl sie nichts sagt hat sie eine starke Präsents. Man hat zwar für die Figuren wenig Sympathie übrig, da sie aber gut geschrieben und dargestellt werden möchte man schon wissen wie es mit ihnen weitergeht. |
| Die Erzähl-Struktur | Gleich mit dem Intro wird klar dass es sich um den wahrscheinlich wildesten Film in Bergmans Repertoir handelt. Schon er baute damals den erregierten Penis als Framebild ein (wie man es auch aus Fight Club kennt) und experimentiert furios mit Stilmitteln, Kameraperspektiven usw. Es bleibt zwar nicht derart intensiv bis zum Schluss - aber es bleibt! |
| Aussage | Eine umfassende Aussage denke ich gibt es in diesem Film nicht sondern wieder nur kleinere philosophische Gedanken zur Liebe und zum Leben. |
| Das Besondere | Man hat es schon bei “Wilde Erdbeeren” gesehen das der Schwedenmeister eine gewisse Liebe zum Surrealismus hat, mit Persona meine ich lebt er diese einmal in vollen Zügen aus. Und das ist schon sehr Interessant das mit an zu sehen! |
| Was hätte man besser machen können | Der Film war extrem kompliziert, man muss enorm viel (besonders gegen Ende) hineininterpretieren, doch obwohl man damit beschäftigt ist hätte man doch gerne etwas mehr Handlung. |
| Meine Lieblingsstelle | Intro, TV Szene und die erste körperliche Auseinandersetzung zwischen den Frauen. |
| Fazit | Harte Kost! Definitiv kein Film für Zwischendurch, Zeit und mentale Energie sind die Grundausrüstung die man für diesen Film braucht. Faszinierende Cinemastische Experimente trösten über etwas karge Handlung hinweg. Durchaus eines der besten Bergman Werke. Sollte an würdigen! |
| Wertung | 5 von 5 Punkte |