Cinematic Encounters ist eine Webserie über Perlen der Kinogeschichte. Wenn sie ein paar Geheimtipps brauchen, oder in Erinnerung schwelgen wollen, klicken Sie einfach mal rein!
| Erwartungen | 2. Sichtung. 2005 war die erste, fand ihn gut damals.
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| Die Geschichte | Ein Mitglied der Italienischen Mafia rettet einen jungen Schwarzen das Leben, dieser hat für sich den Weg des Samurais entdeckt und beschließt der Gefolgsmann seines Retters zu werden. Eines Tages will das Schicksal dass die Oberbosse sauer auf “Ghost Dog” sind und ihn neutralisiert haben wollen… |
| Die Figuren | Die Figur des Ghost Dog ist durchaus interessant, allerdings ich fand sie auch als etwas verstörend, wieso sollte ein schwarzer darauf erpicht sein die Karriere eines Willenlosen Sklaven zu führen. Ja schon klar Samurai sind in ihrer Heimat ehrbare Laufburschen, aber Laufbursche bleibt Laufbursche. Sehr gerne mochte ich auch das kleine lesebegeisterte Mädchen, welche ihre Bücher in ihrem Lunchkoffer hat so quasi nach den Motto “Bücher sind meine (geistige) Nahrung” |
| Die Erzähl-Struktur | Ruhige Auftragsmörder Geschichte welche alle paar Minuten durch Texttafel - Zitaten aus dem Hagakure unterbrochen wird. Japanische Weisheiten die oftmals Berührungspunkte liefern und manchmal nur reines Kopfschütteln bewirken. |
| Aussage | Ist es in der Heutigen Zeit ratsam einen Lebensweg zu wählen der am aussterben ist? Ich denke dass ist eine der Fragen die der Film stellt. Muss jeder für sich wissen, ich jedenfalls wäre gern ein Samurai, allerdings bin ich gleichzeitig auch mein eigener Shogun ;) |
| Das Besondere | Wie gesagt es ist überaus seltsam einen Afroamerikaner bei dem streben nach ehrenhafter Unterwürfigkeit zu beobachten aber der Film hat eben seinen gewissen Reiz. Außerdem kann man die eine oder andere Weisheit doch daraus mit nach Hause nehmen. |
| Was hätte man besser machen können | Ganz klar, die Szene mit dem Abflussrohr Attentat, das hat mich schon beim Ersten mal extrem gestört, sie macht den Film unglaubwürdig und passt überhaupt nicht und zwar überhaupt nicht in das Konzept. Und die Hip Hop Musik…. Naja… das Stück beim Morgentraining ist ja nicht schlecht, aber Grundsätzlich kann ich diese Art von Musik nicht ausstehen! |
| Meine Lieblingsstelle | Ghost Dog stellt dem Lese-Mädchen den Eisverkäufer als seinen besten Freund vor, welcher nur französisch spricht. Sie fragt “Was sagt er?” Ghost Dog: “Keine Ahnung, ich verstehe kein einziges Wort von dem was er sagt!” Mädchen: “Und dann ist er dein bester Freund?!” Ghost Dog: “Ja!” Das ist eine schöne Stelle, so nach dem Motto, “Wer verstehen will muss zuhören können” |
| Fazit | Jarmusch hat definitiv schon bessere Filme gemacht, dennoch mag ich ihn, vermutlich aufgrund von Solidarität gegenüber der asiatischen Bewunderung. Also Leute die Profikiller Geschichten und ruhige Dramen mögen, und vermutlich auch Freunde des Hip Hops sollten Ghost Dog mal in den Player werfen. |
| Wertung | 3,5 von 5 Punkte |