Cinematic Encounters ist eine Webserie über Perlen der Kinogeschichte. Wenn sie ein paar Geheimtipps brauchen, oder in Erinnerung schwelgen wollen, klicken Sie einfach mal rein!
| Erwartungen | Schon einige Male gesehen, Hana-Bi gehört zu meinen absoluten Lieblings Filmen und ist in meinen Augen auch Kitanos Bestes Werk.
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| Die Geschichte | Nishi ist ein ehemaliger Polizist, bei einer Schießerei wurde einer seiner Kollegen getötet der andere landete danach im Rollstuhl. Bevor er mit seiner sterbenden Frau zu einer im Wahrsten Sinne des Wortes letzten Reise aufbrechen kann möchte er die den Hinterbliebenen wenigstens Finanziell helfen, kurzerhand überfällt er eine Bank. Die Yakuza bei denen er Schulden hatte, diese er zwar beglich doch diese nun die große Kohle riechen, verfolgen ihn auf seiner Autotour und auch zwei seiner ehemaligen Kollegen sind ihm auf der Spur… |
| Die Figuren | Es trägt enorm zur melancholisch bedrückenden Stimmung bei dass Nishi ein äußerst schweigsamer Kerl ist, eigentlich ist diese Wortkargheit fast bei allen Figuren anzutreffen. Es wird in diesem Film so wenig gesprochen dass man echt schon die Wörter zählen könnte die fallen. Aber am Wichtigsten an den Figuren ist in diesem Film vor allem das was nicht gesagt wird. Der Film braucht keine Worte, man versteht auch so. |
| Die Erzähl-Struktur | Anfangs halten einem die unchronologischen Schnitte etwas auf trab, außerdem integriert Kitano permanent seine Gemälde in die Geschichte ein was ich für ziemlich frisch und kreativ gehalten habe. Sehr auffallend sind lange Einstellungen von prägnanten Details die im ersten Moment nebensächlich wirken aber doch ihre Bedeutung haben. Zum Beispiel eine dieser Einstellungen ist für mich der Rollstuhl am Strand wessen Räder von der Brandung schon zum Teil mit Sand bedeckt wurden. |
| Aussage | Der Film spricht sich für zwei Seiten aus, für den Mut weiter zu machen/kämpfen/leben und auch für die radikale Resignation und beides überzeugend. |
| Das Besondere | Der Film Hana-Bi trägt einen Mantel von äußerer Ruhe, gefüttert mit roher Gewalt. Man möge meinen das derart rabiate Ausbrüche in einem solchen Film stören würden, doch es funktioniert, die Emotionen wechseln sich harmonisch ab, auf Sentimentalität folgt lakonischer Humor, kühle Distanziertheit, aufbrausender Brutalität und sanfter Verletzbarkeit. Unterstützt wird das ganze noch mit den wunderschönen Klängen von Meister Komponist Joe Hisaishi. |
| Was hätte man besser machen können | Ein Film an dem ich eigentlich nichts ändern möchte. |
| Meine Lieblingsstelle | Die hübsche Kamerafahrt nach der Schießerei im Wagen. Und das melancholische Ende. |
| Fazit | Ja was soll ich mehr sagen, Hana Bi ist die filmgewordene Schwermütigkeit, ein Meilenstein des Arthouse Kinos und kurzum ein Meisterwerk. Kitanos bester Film und beste Performence. |
| Wertung | 5 von 5 Punkte |