Cinematic Encounters ist eine Webserie über Perlen der Kinogeschichte. Wenn sie ein paar Geheimtipps brauchen, oder in Erinnerung schwelgen wollen, klicken Sie einfach mal rein!
| Erwartungen | Ehrlich gesagt habe ich mich lange gesträubt den Film zu sehen, ich rechnete mit einem langweiligen Musikfilm, so einem typischen uninteressanten Biopic, aber ich sollte mich irren.
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| Die Geschichte | Emmet Ray ist der Zweitbeste Jazzgitarrenspieler der Welt. Er ist enorm talentiert aber nicht nur das, sondern leider auch arrogant, chauvinistisch, narzisstisch, egoistisch und um es kurz zu sagen ganz einfach ein Popschloch, bei dem es einfach zu gerne sieht wie er auf die Schnauze fällt, was auch auf überaus amüsante Weise geschieht… |
| Die Figuren | Sean Penn spielt diesen Arsch so hervorragend, schon allein das selbstverliebte süffisante Lächeln das er permanent im Gesicht hat. Und der Charakter dieses Emmet Ray so was von bizarr eigenartig, ich war in nur wenigen Minuten von dem Film gefesselt. |
| Die Erzähl-Struktur | Die Erzählweise ist chronologisch, wird aber durch Interviews von Experten des Musikers und auch von Woody Allen persönlich unterbrochen um die Situationen zu erläutern. An einer Stelle spaltet sich der Film in 3 Variationen weil nicht klar ist welche Version tatsächlich stimmt und welche nur eine wirre Lüge ist. Auffallend sind die präzise getimten Schnitte welche enorm zum Humor des Films beitragen. |
| Aussage | Hochmut kommt vor dem Fall! DEFINITIV! |
| Das Besondere | Wer hätte gedacht dass ein Film über einen Typen der wahllos Mädels von der Straße aufreißt und sie auf ein romantisches Date zum Züge beobachten und Ratten erschießen ausführt und welcher sich durch seine Unarten das leben selbst so verbockt gleichsam so herrlich unterhaltsam sein kann?! |
| Was hätte man besser machen können | Ich muss gestehen das mir jetzt im Moment gar nichts einfällt was ich für verbesserungsfähig halte. Es ist eben das Los eines Biopics nicht all zuviel Platz für kreative Plotideen lässt weil man ja sonst Gefahr läuft nicht mehr authentisch genug zu sein, man arbeitet also in einem geringen Freiraum, doch Woody Allen hat denk ich das beste aus dem Stoff gemacht was man machen konnte. |
| Meine Lieblingsstelle | Die Sache mit dem Mond, die ist so bezeichnend für die Figur des Gitarrenspielers und prophezeit quasi auch seine Zukunft. |
| Fazit | Ich hätte echt nicht damit gerechnet dass ich den Film mögen würde. Doch wie bereits geschrieben, nach nur wenigen Minuten war ich mitgerissen. Sweet and Lowdown ist mit Sicherheit nicht Allens bester Film, aber ich würde ihn auf jeden Fall unter den Top 10 Biopics der Filmgeschichte ansiedeln. |
| Wertung | 3,5 von 5 Punkte |