Cinematic Encounters ist eine Webserie über Perlen der Kinogeschichte. Wenn sie ein paar Geheimtipps brauchen, oder in Erinnerung schwelgen wollen, klicken Sie einfach mal rein!
| Erwartungen | War ein Blindkauf aufgrund enorm guter Internet Bewertungen. Viele maßen dem Film die Qualität von Schindlers Liste bei und beschrieben ihn als eine realistische Tatsachenschilderung, nun das hat mein Interesse schon mal geweckt und als ich den Film noch dazu als Sonderangebot sah, wurde gekauft!
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| Die Geschichte | Während des 2. Weltkrieges erobern die Japaner eine Chinesische Stadt Namens Nanjing. In nur 3 Tagen fällt die Stadt und alle Soldaten werden gnadenlos exekutiert. Doch das ist nicht das Ende des Leides der Stadt, die Zivilisten die im Sicherheitsviertel des Nazivertreters John Rabe Schutz gefunden haben beginnt die dunkelste Zeit ihres Lebens… |
| Die Figuren | Grundsätzlich kann man sagen dass sämtliche Darsteller exzellent gespielt haben. Man erfährt zwar nicht besonders viel über die einzelnen Figuren aber genug um sich an ihre Gesichter zu erinnern und sie versteht. Man bemühte sich auch die japanische Seite differenziert darzustellen, was in Kriegsfilmen ohnehin Pflichtprogramm sein sollte. |
| Die Erzähl-Struktur | Der Film wird Tagebuchmäßig zusammengefasst, wobei manche Zusammenfassungen fast schon wie die damaligen Wochenschauen wirken, zwischen den Abschnitten gibt es auch auffallend oft das Independentkino-mäßige fade out to black. Es war darüber hinaus eine gute Entscheidung den Film in Schwarz und Weiß zu drehen, manche Filme funktionieren eben so besser und City of Life and Death ist zweifellos einer davon. |
| Aussage | Im Krieg gibt es keine Gewinner, nur Verlierer! |
| Das Besondere | Es ist in letzter Zeit sehr selten geworden dass ein Kriegsfilm fast komplett auf Blutige Szenen verzichtet und doch so heftig wirkt- Respekt! |
| Was hätte man besser machen können | Was mir wirklich gefehlt hat war eine Erläuterung von der Figur welche das Kind aus dem Fenster geschmissen hat. Es wäre interessant gewesen zu zeigen wie ein normaler Mensch durch die Einwirkung des Krieges zu so einer bestialischen Tat fähig wurde. Und manchmal dauern Einstellungen zu lange, Timing ist beim Schnitt wichtig, 2-4 Sekunden zu lange können da sehr schlecht für das Tempo des Films sein! |
| Meine Lieblingsstelle | Die Hinrichtung von John Rabes Sekretär in einer Einstellung, sehr gut inszeniert. Und die Stelle in der ein junger japanischer Soldat einen Gefangenen mit seinem Sohn freilässt. Oder die Szene in denen sich die Gefangenen weigern auf Befehl auf zu stehen. |
| Fazit | Sehr guter und vor allem Authentischer Kriegsfilm mit sporadisch auftretenden Schnittschwächen. Stimmungsvoll gefilmt und gut gespielt. Für die heutige Zeit positiv überraschend wenig Blut, und doch von einer unleugbarer umwobener Grausamkeit. |
| Wertung | 3,5 von 5 Punkte |