Cinematic Encounters ist eine Webserie über Perlen der Kinogeschichte. Wenn sie ein paar Geheimtipps brauchen, oder in Erinnerung schwelgen wollen, klicken Sie einfach mal rein!
| Erwartungen | Der Film erntete sehr viel Lob bei den Kritikern, also stelle ich mich auf ein Fantasie Epos ein in Richtung Herr der Ringe, Narnia oder Labyrinth.
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| Die Geschichte | Das Leben für die kleine Ophelia hat sich in eine Richtung entwickelt die sie nur ertragen kann in dem sie sich in ihre Fantasie zurückzieht, und während im echten Leben ein brutaler Bürgerkrieg am laufen ist, muss sie für ein Fabelwesen Aufgaben erfüllen wodurch sie beweisen soll dass sie die Thronerbin von Unterland ist. |
| Die Figuren | Die Charaktere sind im großen und ganzen gut, ich hätte mir gewünscht dass der Offizier nicht ganz so demonstrativ böse ist und auch ein paar menschliche Züge verliehen bekommen hätte, das mit seinem Sohn ist zwar ein netter Ansatz aber im Endeffekt doch zu wenig. |
| Die Erzähl-Struktur | Man schwankt zwischen grausamer Realität und beängstigender Fantasie hin und her, aber ich hab es ehrlich gesagt nicht wirklich geschafft den gewissen Konnex zu finden und hab das ganze dann einfach hingenommen ohne mir Fragen zu stellen die eh nicht beantwortet worden wären. |
| Aussage | Phu… Aussage…. Leben ist scheiße? Gut dass wir Fantasie haben? Welche uns den Alltäglichen schrecken und sogar den Tod angenehmer macht? |
| Das Besondere | Für mich ist das besondere an diesem Film die Fantasie Figuren, Der Pan oder der Wächter mit den Augen in der Handfläche man merkt dass man sich sehr Mühe gegeben hat sie so zu designen dass man sie nie vergessen wird. |
| Was hätte man besser machen können | Ich mag keine Schwarz/Weiß gezeichneten Figuren besonders in einer Geschichte bei denen alle anderen Figuren in einem Graubereich sind wenn dann eine total schwarz ist fällt das unangenehm auf. Die Charaktere treffen des öfteren Entscheidungen bei denen man sich frag warum sie das tun und erhält die Antwort: “zum wohl der Story” Nachvollziehbarkeit wird dafür eben geopfert. Mir fehlte bei diesem Film der Clou, der Aha-Effekt. So ist das Ende nur bitter und gleichzeitig… Wurscht! |
| Meine Lieblingsstelle | Definitiv das Erwachen des Tafelwächters, schön gruselig! |
| Fazit | Pan Labyrinth ist absolut mit keinem der Filme vergleichbar die ich oben genannt habe, geht eher in Richtung Tideland von Terry Gilliam, welcher Stellenweise genau so abstoßend war allerdings einen durchaus positiveren Nachgeschmack bot. Die Fantasieszenen sind gut passen aber nicht wirklich mit dem Rest des Film zusammen. Und noch mal, Pans Labyrinth ist kein Kinderfilm! Und ich finde dass die Freigabe ab 16 schon sehr gnädig war, wer die Szene mit der Flasche gesehen hat weiß was ich meine! Trotz all meinem meckern ist mir bewusst dass ich einen guten Film gesehen habe, auch wenn er grausam und bitter war und ich nicht wirklich verstanden habe was er damit bezwecken will. |
| Wertung | (großzügige) 4 von 5 Punkte |