Cinematic Encounters ist eine Webserie über Perlen der Kinogeschichte. Wenn sie ein paar Geheimtipps brauchen, oder in Erinnerung schwelgen wollen, klicken Sie einfach mal rein!
| Erwartungen | Was wäre denn Halloween ohne einen Stimmungsvollen Schwarz/Weiss Gruselfilm? Und dieses Jahr wählte ich diesen. Ich erwartete wie der Trailer ankündigte eine filmische Perle, nur ist Augen ohne Gesicht das auch?
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| Die Geschichte | Die Tochter eines Arztes wird durch dessen schuld im Gesicht entstellt, er erträgt es nicht sie so unglücklich zu sehen und beginnt mit Experimenten für Hauttransplantationen, und so müssen eben auch Adäquate “Spender” aufgetrieben werden… |
| Die Figuren | Der Arzt ist gut dargestellt zwar eher emotionskarg, was man aber eher als authentisch ins Medizinerwesen hineininterpretieren kann, diese Mischung aus Tochterliebe, Verbissen- und Besessenheit kommt glaubhaft herüber. Die Tochter ist auch einprägsam, vor allem wenn sie ihre kalte weiße Maske trägt, sie ist zwar einerseits ein unschuldiger Engel, andererseits nimmt sie das Schicksal ihrer Gesichts-Spender-Opfer anfangs relativ gelassen hin, will man so wohl einen gewissen Egoismus darstellen. |
| Die Erzähl-Struktur | Man startet eigentlich Mitten in der Geschichte, was zuvor geschehen ist erfährt man nur von dem was die Figuren erzählen. So ist man Anfangs motiviert konzentriert zu bleiben, doch rasch glättet der Film die Wogen indem er dem Zuschauer sagt was er tun wird und es dann tut. |
| Aussage | Das es im übertragenen Sinne sein Gesicht zu verlieren leichter zu kaschieren ist als wenn man es Tatsächlich verliert. |
| Das Besondere | Man muss bedenken, der Film ist aus dem Jahre 1960, das Jahr in dem Hitchcock mit Psycho noch Messereinstiche nur angedeutet hat, und dieser Film geht so weit eine Abnahme des Gesichtes ziemlich grafisch zu zeigen ohne dabei zu derb nach Trashfilm zu wirken. Generell ist der Film sehr stimmungsvoll auch wenn die Musik nicht immer sehr passend ist, klingt manchmal nach Miss Marpel und weniger nach Gruselfilm. |
| Was hätte man besser machen können | Der Film hätte natürlich viele Möglichkeiten gehabt noch besser zu werden, was durch das ausbauen der Nebenfiguren zum Beispiel erreicht werden hätte können. Die schon angesprochene Musik, obschon diese durch ihre vermeintliche Fröhlichkeit durchaus auch zu verstören weiß. |
| Meine Lieblingsstelle | Als die Tochter Trost bei den Hunden findet, die sie immer noch lieb haben. |
| Fazit | Der Trailer hat nicht zu viel versprochen, man kann den Film Tatsächlich als Perle des klassischen Horrorfilms bezeichnen. Er war spannend, verstörend, schön gefilmt und war eine perfekte Filmwahl für Halloween! |
| Wertung | 3,5 von 5 Punkte |